Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

* Zur falschen Zeit am falschen Ort

In den vergangenden Tagen haben wir uns weiter kuriert, geistig, körperlich & seelisch sind wir vollkommen ausgeruht & ausgeglichen. Meine Larsen JL-6 konnte ich erfolgreich in Betrieb nehmen. Zudem hat sich die Bindung zu Tamino zu einer dicken Freundschaft entwickelt.

Unsere Experimente im Keller haben ihre Erfolge. Ich kann nun Weltraummet brauhen, Bewusstseinstranfer sowie Geister rufen.

Wir landen in Italien an der Küste vor Piombino im Wasser & lassen unsere Aluflieger samt Schwimmern im Trockendock . Ich order gleich eine Wartung an & bezahle die Miete für 2 Wochen für beide Junkers F.13 bzw Larsen JL-6.

Ankunft der Junkers & der Larsen in Piombino

Im Dorf werden wir wie Ausserirdische betrachtet, doch die Stimmung ist freundlich & neugierig. Wir mieten uns einen modernen Bus samt Fahrer der die gesamte Crew zu Carla´s Familie bringt. Dort angekommen strömen die Menschen laut & freudig herbei, wilde Küße werden gegeben & empfangen. Mir ist der Trubel zuviel für meine britische Seele.

Der Lord & ich halten sich dezent zurück. Sanjuro steht verlegen in der Menschenmenge. Carla stellt uns ihren Onkel vor, der sie angeschrieben hatte. Er heißt Ugolino & freut sich über Carlas Erscheinen. Es wird erneut viel geredet in schnellen, laut-melodischen Versen, ich nicke viel & verstehe nur Chin Chan Chong.

Eine laute Frauenstimme sowie ein beherztes Klatschen befehligt alle Anwesenden zum Essen. Es wird viel & herzhaft gegessen. Ich komme mir etwas weniger fremd vor, doch wegen meines Erscheinens nehme ich es auch niemanden übel. Wie durch ein Wunder spricht mich niemand wegen meines verstümmelten Antlizes an. Noch nicht…

Als ich etwas von einem Jahrmarkt höre, schließe ich mich gleich an. Ein wenig Ablenkung kann nicht schaden. Beim Messerwerfen gewinne ich einen Rotwein, der mich ein wenig auflockert. Carla führt uns zu einer Wahrsagerin. Auf dem Schild neben dem Zigeunerzelt steht stylistisch
Madame Empousa – Wahrsagerin.

Als ich allein in Zelt eintrete, bittet Sie mich zu setzen. Das Zelt ist von innen gesehen wesentlich größer als von außen. Ein Effekt, der mich kurzfristig fasziniert, dich ich achte nicht genauer darauf. Ich blicke zur Wahrsagerin & bin verwundert, sie kommt mir erstaunlich bekannt vor – die Kräuterfrau, die mich wegen der Alraune gerügt hat im Traumlande!

Sie berührt meine beiden Hände & eine Vision zieht durch meinen Verstand. Ich sehe einen Wildschweinkopf aus Baumstücken, die wiederum in einem Wald zu sehen sind.
„Gehe den Weg zuende!“
Die Frau kann mit nichts weiter dazu mitteilen, doch ich kann mir nach einer kleinen Spende einen Anhänger bei Ihr aussuchen.

Als wir uns draußen darüber austauschen, haben alle ähnliche, jedoch nicht gleiche Bildnisse gesehen. Doch niemand kann etwas damit anfangen. Wir gehen zurück. Der Lord will mit dem Bus fahren, doch Carla meint, es sei nur eine kurze Strecke. Der Lord bleibt stur , doch alle anderen Anwesenden begleiten unsere italienische Freundin. Wir ziehen los, Tamino & Indi stürmen schnuppernd vor.

In einem kleinen Wäldchen, daß wir durchwandern, sehe ich komischerweise genau diese Bild aus der Vision. Doch sie verpufft & wir gehen weiter. Dann, nach kurzer Zeit, gehen wir plötzlich auf ein Tor zu, das aus Licht besteht. Es sieht eher freundlich als bedrohlich aus. Wir schauen uns kurz an, doch wir gehen den Weg zuende…

Wir durchschreiten das Tor & gelangen in eine Höhle mit einem Wasserfall, die Decke ist frei & wir sehen den blauen Himmel samt weißer Wolken. Mein Instinkt sagt mir, hinter dem Wasserfall geht es weiter. Ich kletter, krieche & falle schließlich durch einen Gang unter dem Wasserfall ein einen neuen Raum. Meine Freunde folgen mir.

Wir befinden uns in einem Keller. Es ähnelt dem Keller in Weinkeller des Chat Noir, ist jedoch anders gestaltet, anderer Bauart. Ich ziehe meine Waffe & bilde die Vorhut. Routiniert nehmen alle Anwesenden ihre gewohnte Position ein bis hin zu Sanjuro, der den Nachhut bildet. Wo sind wir schon wieder gelandet?

Wir gehen weiter, ich sichere ab, Henry notiert sich genauestens den Weg, wofür ich keine Zeit habe. Doch keinerlei Gefahren bedrohen oder bedrängen uns. Wir gelangen schließlich in einen römisch anmutenden Raum mit vier Säulen. Als wir alle diesen betreten haben, verwandeln sich die Säulen in Lichtkriegerinnen & wir hören eine laute Stimme rufen:

„Zur falschen Zeit am falschen Ort ohne den Siegeln!“

Alles erlischt, der Ort scheint uns wieder wie beim Eintreten. Wir gehen weiter & finden schnell den Ausgang. Zu unserem Erstaunen treten wir aus dem Bildnis heraus, das ich in der Vision von der Wahrsagerin gesehen habe & sind lediglich 800 Yards von Onkel Ugolino Villa entfernt. Wir erscheinen wie auf magische Weise pünktich zum Essen, als ob wir nie weg gewesen wären.