Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

MONTVM II

(…) In der Früh erwache ich, kann die Neuigkeiten von Mr Winterbottom kaum erwarten: Er war letzte Nacht in den Traumlanden erfolgreich und hat die beiden Gegenpole aufgespürt. Dafür bin ich ihm nun etwas schuldig.

Gegenpole

(…) Wir mieten einen Lastkraftwagen und Mrs Abdullah al Charie fährt uns bis 2 km an den zweiten Gipfel heran.

Der Aufstiegs auf den 1.234 ft hohen B a’ Chaorainn fällt uns leicht. Meine Taschenuhr zeigt sechzehn Uhr dreissig als uns vom Gipfel eine frische Brise Herbst herunterweht und Dudelsackmusik erklingt, die den Briten nicht ganz behaglich ist. Waffen müssen hier zurückbleiben.

Auf dem Gipfel wächst eine stattliche, vom Wind gezeichnete Eberesche mit ausladendem Schirm. Anlässlich des Feiertages ist der Baum mit Bändern verziert die in seinen Ästen hängen und drei Kinder toben in der Krone. Zahlreiche Schotten feiern unter ihm die ‘Vogelbeerenblüte’.

Schliesslich kommen die entwaffneten Briten herauf.

Zum Empfang begrüßen wir uns mit ’S’conn’ohr’ und der wirklich gute Whiskey wird herumgereicht. McFletter (?) sortiert wie ueblich seine Waffen, Mrs Abdullah al Charie spricht mit ihm. Er fertigt Pfeile und schenkt ihr welche. Dazu merkt er an: ‘In der Not sind Brandpfeile das Mittel zur Wahl.’ Eine junge Schottin bringt Mr Okumura und Mr Winterbottom Vogelbeeren (aus dem letzten Jahr). Beatrice pflückt indes schon fleissig Vogelbeeren. Ich ergattere eine zarte Blüte für meine Frau.

Danach wird zum Lamm geladen, dessen Leib von zwei Jungs über dem offenen Feuer gedreht wird. Dazu wird der Vogelbeerenschnaps gereicht. Ich ernte Spott das ich ihn nicht trinke. Schotte hin oder her, dem Vogelbeerenschnaps verweigere ich mich vehement. Das ist was für Touristen.

Meine Taschenuhr zeigt neunzehn Uhr als wir hinabsteigen, der Nachtzug zurück nach London wird nicht auf uns warten. Dank Mrs Abdulah al Charies Fahrkuensten treffen wir rechtzeitig am Bahnhof ein.