Auf Cthulhus Spur

Gepflegtes Rollenspiel rund um den kriechenden Wahnsinn

DIFFICILIS OPTIO EST

In dieser Nacht gibt es keinen Effekt obwohl die richtige Seite gewählt wurde. Mit einem Unterschied: Mrs Abdullah al Charie schlummert tief. Als wir nachsehen schläft sie seliger denn je in ihrem Zimmer. Col Winterbottom dreht die Traummünze auf ihrer Zunge um, daraufhin erwacht sie, hustet, spukt und verscheucht uns ganz unvorteilhaft für eine Dame.

Anschliessend geht es mit den Hunden raus.

Eine matte Mrs Abdullah al Charie erzält uns am Frühstückstisch das sie letzte Nacht in der Bibliothek zu Ulthar weilte, den Bibliothekar ihres Vertrauens jedoch nicht antraf. Sie erfuhr (von jemanden anderem) das die ‘Traummünze’ geladen sein muss, um zu wirken. Wie mir scheint müssen wir dazu erneut runter in den Ritualraum.

Mrs di Fiona und Mr Okumura begleiten mich nach Coutances. Meine Taschenuhr zeigt zehn Uhr fünfundvierzig als Mr Okumura das Citroen-Automobil parkt.

Zeit den Küster aufzusuchen. Mr Okumura gibt sich selbstbewusst seiner Tarn-Identität hin (Er spielt die Rolle sehr gut). Mrs di Fiona fragt nach Unterlagen ihr Anwesen betreffend. Ich stelle einige Fragen bezüglich des Flusslaufs in der Gegend um Marigny. Der Küster scheint von unseren Fragen zunächst überfordert, sammelt sich, werkelt stark am eigenen Denken, grübelt und antwortet uns: ‘Nein, die Templer, zu weit nördlich. Ich werde die von Ihnen gewünschten Dokumente in einer Woche bereithalten.’

Wir halten fest:

  • Herrschaftliche Verhältnisse um 1200 in der Normandie
  • Geschichte des Anwesens Chat Noir oder dessen ehemalige Besitzer
  • Karte und Gebiet

Unter strenger Aufsicht des Küsters dürfen wir noch einen Blick in die hiesige Bibliothek werfen und durchstöbern den Fundus. Mr Okumura fragt nach bestimmten Unterlagen, der Küster antwortet ihm: ‘Hier eher nicht, aber etwas weiter westlich.’ Bei den Bretonen also… Vielen Dank und wir werfen etwas in den Klingelbeutel.

Das Antiquielle Laden stellt sich als Glücksfund heraus, in ihm können wir für viel Geld (Mr Okumura zahlt den Preis) eine Seemannskiste erwerben, in der sich wunderbare Folianten finden (u.a das Bellicum Angelicum). Der Verkäufer sagt uns das sie aus einer Auktion aus London stammen und für 14 Pfund Sterling wechseln Truhe und Inhalt den Eigentümer.

Aber die Kiste ist zu groß für das Citroen-Automobil. So rufen wir vom örtlichen Postamt aus Babette an; ‘So möge sie Hugo mit dem Lieferwagen schicken um die Kiste abzuholen.’

Etwa eine halbe Stunde später trifft Hugo ein und ich helfe beim Verladen.

Der Geographie-Laden stellt sich als weiteres ‘Leckerli’ heraus, in ihm kann Mr Okumura für viel Geld eine ‘interaktive Karte’ der Traumlande erwerben. Wir erfahren zudem das der Kartograph, ein gewisser Monsieur M, im französischen Militär gedient hat und der Vorbesitzer des Geschäftes war. Im Angebot gibt es zudem eine ‘Kralle’, ähnlich der im Turm gefundenen. Der Händler möchte dafür unverschämt viel Geld haben, so das wir dankend ablehnen.

Auch in der Buchhandlung Libraire Coutances (LC) werden wir fündig; eine historische Karte von Skandinavien. Sie wäre sicher ein schönes Geschenk für Cpt Wigbold, so denke ich mir. Der Inhaber muss sich noch mit seinem Geschäftspartner über den Preis absprechen und möchte mir dann Morgen früh ein Angebot machen. Countances ,LC, Telefonapparat Nr 32115

Zurück auf der Rue Cotances passiert fast ein Unglück. Mr Okumura ist so fasziniert und vertieft in seine Karte, das er beim überqueren der Straße fast von einem Automobil überfahren wird.

Im Photogeschäft an der Hauptstrasse gebe ich die Bildplatten ab und kaufe beim Fischereibedarf noch zwei Fischernetze, vielleicht können Sie uns zur Verteidigung gegen die hüpfenden Kugeln dienen.

Meine Taschenuhr zeigt zwanzig Uhr als wir zurück im Chat Noir sind und Babette eine hervorragendes Mahl serviert.

Meine Taschenuhr zeigt einundzwanzig Uhr als Lord Carnarvon und Col Winterbottom eintreffen.

Mare entwirft zwei Pläne wie die Netze einzusetzen seien;
1) an Stangen oder
2) nach Vorbild eines Spinnennetzes.
Dazu testet Col Winterbottom die Handhabung im Freien mit mäßigem Ergebnis. Wir müssen ihn aus dem Hanf befreien.

Dabei fällt mir ein das man in Coutances gezielt nach den Ulms recherchieren könnte, z.B. anhand der Photographie. Und da klingelt es auch schon zweimal und die belichteten Photgraphien werden abgegeben. Was für ein Service!

Anschliessen geht es mit den Hunden raus und bevor wieder die Diskussion darüber entbrennt welche Seite der Münze denn die richtige sei: Ab in Bett!